21.02.2025
Wien, 25. Februar 2025 – Globale Krisen, steigender Wettbewerbsdruck und technologische Umbrüche stellen den Wirtschaftsstandort Österreich vor neue Herausforderungen. Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend als Schlüsseltechnologie erkannt, die nicht nur Innovationspotenziale hebt, sondern auch Effizienzsteigerungen ermöglicht. Doch wie kann Österreich diese Technologie optimal nutzen? Welche internationalen Vergleiche und Maßnahmen helfen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben? Diese und weitere Fragen wurden beim UNIQUE talk am 20.02.2025 im Ringturm der Wiener Städtischen diskutiert.
Hochkarätiges Podium diskutierte Herausforderungen und Chancen
Unter der Moderation von Gerald Groß diskutierten führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Digitalisierung:
- Patricia Neumann (CEO Siemens AG Österreich)
- Harald Kräuter (Direktor für Technik und Digitalisierung ORF)
- Stefanie Hofer (Head of Strategy A1 Telekom Austria Group)
- Martin Graf (Vorstand Energie Steiermark)
- Wolfgang Ebner (Chief Digital Officer des Bundes, Sektion VII: Digitalisierung und E-Government)
Patricia Neumann (Siemens AG Österreich): Kooperation und Innovation als Erfolgsfaktoren
„KI ist eine Technologie, die Digitalisierung stark unterstützt. Auf Basis der Siemens Strategie (wir verbinden die reale und die digitale Welt), ist damit auch KI ein Treiber für wettbewerbsfähige Produkte oder Prozesse und damit auch ein Treiber für den Wirtschaftsstandort. Im Kontext von Siemens unterstützt der Einsatz von KI unsere Kunden, wenn es um die Beschleunigung in der Energiewende geht oder um eine wettbewerbsfähige Industrie oder Infrastruktur nachhaltiger und sicherer zu machen.“ Zudem forderte sie eine Verdoppelung der Informatikstunden in der Oberstufe, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Wolfgang Ebner (Bundeskanzleramt, Sektion VII): Österreich als Innovationsstandort stärken
„Österreich zählt im E-Government zu den führenden Staaten in Europa. Unser Fokus liegt auch in der gezielten KI gestützten Weiterentwicklung von Verwaltungsservices. Dazu bauen wir auch gezielt eine KI Governance auf. Um möglichst alle Bereiche einbinden zu können.“
Stefanie Hofer (A1 Telekom Austria Group): KI als Gamechanger in der Telekommunikation
„Künstliche Intelligenz unterstützt uns nicht nur dabei, Prozesse zu optimieren, sondern hilft uns vor allem, unsere Kunden und Kundinnen besser zu verstehen und ihre Bedürfnisse vorauszusehen. Durch den Einsatz von KI können wir personalisierter auf ihre Anforderungen eingehen. Die Arbeitswelt wird sich durch KI verändern: Einige Jobs werden verschwinden, andere werden sich wandeln und neue werden entstehen. Als Unternehmen ist es wichtig, die Rahmenbedingungen für Aus- und Weiterbildung zu bieten und das richtige Mindset für ständiges Lernen zu fördern. KI ist mehr als ein Technologieeinführung, es ist eine gesellschaftliche Veränderung. Entscheidend ist auch zu erkennen, dass KI nicht perfekt ist und von menschlichen Einflüssen geprägt wird. Dieses Bewusstsein ist entscheidend, um KI verantwortungsvoll zu nutzen.“
Martin Graf (Energie Steiermark): KI steigert Prognosegenauigkeit und Effizienz
„Energiewende wird sichtbar und kostet, hier wird KI zur Optimierung des Energiesystems und zur Kosteneffizienz wesentlich beitragen. KI wird die Nachfrage nach Strom erhöhen – in der Gesamtbetrachtung wird KI einen positiven Beitrag für die Volkswirtschaft leisten. Die Energie Steiermark setzt KI-Tools bereits heute für die Optimierung der Lastprognosen von Stromverbrauch aber auch für die Stromproduktion ein um ein noch faireres und wettbewerbsfähigeres Angebot den Kunden bieten zu können.“
Harald Kräuter (ORF): KI revolutioniert den Mediensektor
„Wir nehmen die MitarbeiterInnen mit ins Boot, Stichwort Media Literacy und bieten Schulungen sowie Initiativen im Haus an. Wir veranstalten regelmäßig AI Days, wo wir internationale Experten wie etwa von Microsoft oder Google einladen. Aber auch KollegInnen berichten davon, wie sie KI einsetzen. Es ist uns wichtig, dass die MitarbeiterInnen mit KI experimentieren und sich austauschen nur so kann der Umgang mit KI erlernt und Skepsis abgebaut werden.“
Der UNIQUE talk machte deutlich: KI ist keine Bedrohung, sondern eine Chance, um Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig zu transformieren. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht es eine klare Strategie, Investitionen in Forschung sowie praxisnahe Bildungsinitiativen.
Die Eindrücke des gestrigen UNIQUE talk finden Sie
hier: © UNIQUE relations/APA-Fotoservice/Schedl
Foto (v.l.n.r.): Im Bild v.l.n.r.: Wolfgang Ebner (Chief Digital Officer des Bundes, Sektion VII: Digitalisierung und E-Government), Harald Kräuter (Direktor für Technik und Digitalisierung ORF), Patricia Neumann (CEO Siemens AG Österreich), Herbert Allram (Vorstand Wiener Städtische Versicherung AG), Stefanie Hofer (Head of Strategy A1 Telekom Austria Group), Martin Graf (Vorstand Energie Steiermark), Anna Kalina-Mahr (Managing Director UNIQUE relations) und Gerald Gross (Moderation)
Fotocredit: UNIQUE relations/APA-Fotoservice/Schedl
Rückfragehinweis:
Anna Kalina-Mahr
UNIQUE Relations
Schönbrunner Straße 297, 1120 Wien
T: +43 1 877 55 43 70