19.03.2025

Volvo Cars erhöht automobile Sicherheit mit künstlicher Intelligenz und virtuellen Welten

Volvo © Volvo Car Austria

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  • Datensammlung verbessert fortschrittliche Assistenzsysteme
  • Schnelle und effiziente Analyse und Erforschung von Ausnahmesituationen
  • Vertiefte Zusammenarbeit mit den Spezialisten von NVIDIA
Wien. Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr setzt Volvo Cars auf künstliche Intelligenz (KI): Der schwedische Premium-Automobilhersteller nutzt KI-generierte, virtuelle, dabei aber realitätsnahe Welten, um die Entwicklung seiner Sicherheits-Software beispielsweise für Fahrerassistenzsysteme (ADAS) voranzutreiben. Das ohnehin schon hohe Sicherheitsniveau aller Volvo Modelle lässt sich dadurch weiter anheben.

Automatisierte Notbremsungen, scharfe Lenkmanöver oder manuelle Eingriffe: Die von fortschrittlichen Fahrzeugsensoren erfassten Daten lassen sich nun synthetisieren. Volvo Cars kann dadurch ungewöhnliche Vorfälle genauer untersuchen, rekonstruieren und erforschen – und so besser verstehen, wie Unfälle zustande kommen und vermieden werden können.

Möglich wird dies durch eine fortschrittliche Rechentechnik: das sogenannte „Gaussian Splatting“. Aus realen Bildern werden realistische, originalgetreue 3D-Szenen und -Objekte erstellt. Die virtuelle Umgebung lässt sich dabei beliebig anpassen, indem zum Beispiel weitere Verkehrsteilnehmer hinzugefügt oder entfernt werden, das Verhalten im Straßenverkehr verändert oder Hindernisse auf der Straße modifiziert werden. Dadurch lassen sich unterschiedliche Ergebnisse erzielen.

Mit dieser Technik kann Volvo Cars seine Sicherheits-Software in verschiedenen Verkehrssituationen testen – mit einer Geschwindigkeit und in einem Umfang, die bisher nicht möglich waren. Das Unternehmen kann Software entwickeln, die auch in komplexen, seltenen, aber potenziell gefährlichen „Grenzfällen“ gut funktioniert. Dauerte die Vorbereitung auf solche Situationen früher Monate, reduziert sich der Zeitaufwand nun auf Tage.

„Wir verwenden für unsere Software-Entwicklung schon jetzt Millionen von Datenpunkten von Situationen, die nie passiert sind“, sagt Alwin Bakkenes, Head of Global Software Engineering bei Volvo Cars. „Dank Gaussian Splatting können wir eine der seltenen Ausnahmesituationen aufgreifen und sie in Tausenden neuen Variationen darstellen, um unsere Modelle zu trainieren und zu validieren. Das hat das Potenzial, eine bislang ungeahnte Bandbreite an Szenarien zu erschließen und sogar Grenzfälle zu erkennen, bevor sie in der realen Welt auftreten.“

Virtuelle Umgebungen nur ein Puzzleteil
Neben realen Tests für die Software-Schulung, -Entwicklung und -Validierung nutzt Volvo Cars virtuelle Umgebungen, weil sie sicher, skalierbar und kosteneffizient sind. Diese virtuellen Umgebungen werden in Zusammenarbeit mit Zenseact entwickelt, einem von Volvo Cars gegründeten KI- und Software-Unternehmen.

Das neue Projekt ist Teil eines Doktorandenprogramms für führende schwedische Universitäten. Hierbei wird untersucht, ob neuronale Rendering-Techniken in zukünftige Sicherheitsinitiativen integriert werden können. Die Studie wird vom Wallenberg AI, Autonomous Systems and Software Program (WASP) gefördert.

Daten nutzen – Sicherheit stärken: Eine Tradition
Volvo Cars setzt seit langem Daten und fortschrittliche Technik ein, um die automobile Sicherheit zu verbessern. Sie haben eine entscheidende Rolle dabei gespielt, einige der weltweit bekanntesten Sicherheitsmerkmale zu entwickeln und zu validieren.

Schon in den 1970er Jahren sammelten die Volvo Sicherheitsforscher Daten. Zunächst kamen sie noch mit Messbändern an den Unfallort und untersuchten Bremsspuren und andere Unfallindikatoren. Die aus diesen Unfällen gewonnenen Daten und Erkenntnisse haben zahlreiche lebensrettende Innovationen wie das Schleudertrauma-Schutzsystem (WHIPS) und das Seitenaufprallschutzsystem (SIPS) hervorgebracht. Inzwischen hilft neue fortschrittliche Technik, Daten noch intelligenter zu nutzen, um weitere riskante Situationen zu vermeiden.

Integration von NVIDIA Technik
Durch die erweiterte Partnerschaft mit NVIDIA kann Volvo Cars Verfahren wie das Gaussian Splatting erforschen. Die neue Generation der Volvo Elektrofahrzeuge nutzt Hochleistungsrechner von NVIDIA und sammelt mithilfe verschiedener Sensoren viele zusätzlichen Daten. Diese verbessern das Verständnis, was in und um das Fahrzeug herum passiert.

Eine KI-Supercomputing-Plattform, die auf den NVIDIA DGX Systemen basiert, kontextualisiert diese Daten, gewinnt neue Erkenntnisse und trainiert zukünftige Sicherheitsmodelle. Gleichzeitig verbessert und beschleunigt sie die Entwicklung künstlicher Intelligenz. Diese Supercomputing-Plattform ist Teil einer kürzlich getätigten Investition von Volvo Cars und Zenseact, mit dem eines der größten Rechenzentren in den nordischen Ländern entstehen soll.

Weitere Informationen zur Erforschung von Gaussian Splatting und generativer KI finden sich in der Präsentation von Volvo Cars auf der NVIDIA GTC Konferenz, die hier abrufbar ist.


Volvo Cars im Jahr 2024
Die Volvo Car Group verzeichnete 2024 ein weiteres Rekordjahr mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von 27,0 Milliarden SEK (2,38 Mrd. Euro) und einem Umsatz von 400,2 Milliarden SEK (35,34 Mrd. Euro). Auch der weltweite Absatz erreichte mit 763.389 Fahrzeugen ein neues Allzeithoch.

Über die Volvo Car Group
Das 1927 gegründete Unternehmen Volvo Cars ist heute eine der bekanntesten und angesehensten Automobilmarken der Welt. Der Automobilhersteller verkauft Fahrzeuge in mehr als 100 Ländern. Volvo Cars ist an der Stockholmer Börse Nasdaq notiert und wird dort unter dem Kürzel „VOLCAR B“ gehandelt.

Volvo Cars hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Kunden die Freiheit zu geben, sich auf eine persönliche, nachhaltige und sichere Weise zu bewegen. Dies spiegelt sich in dem Bestreben wider, ein reiner Elektroautohersteller zu werden. Das Unternehmen will seinen CO2-Fußabdruck kontinuierlich reduzieren und bis 2040 klimaneutral werden.

Volvo Cars beschäftigt weltweit rund 42.600 Mitarbeitende in Vollzeit. Vom Hauptsitz im schwedischen Göteborg aus werden Produktentwicklung, Marketing und Verwaltung koordiniert. Die Volvo Cars Produktionsstätten befinden sich in Göteborg, Gent (Belgien), South Carolina (USA), Chengdu, Daqing und Taizhou (jeweils China). Außerdem unterhält das Unternehmen Forschungs- und Entwicklungszentren sowie Designzentren in Göteborg und Schanghai (China).

Über Volvo Car Austria
Volvo Cars zählt als traditionsreicher Premium-Hersteller zu den weltweit renommiertesten Marken im Automobilbereich und deckt mit seinem Angebot nahezu alle bedeutenden Fahrzeugsegmente ab. Volvo Car Austria wurde 1997 gegründet, ist eine hundertprozentige Tochter der Volvo Car Group (Göteborg) und beschäftigt an ihrem Stammsitz in Wien rund 40 Mitarbeitende. Hinzu kommt ein umfangreiches Vertriebs- und Servicenetz, das 29 Verkaufs- und 52 Servicestandorte umfasst. Mit österreichweit mehr als 4.600 Neuzulassungen im Jahr 2024 verzeichnete Volvo deutliche Zuwächse in einem nur leicht steigendem Gesamtmarkt, der Marktanteil betrug 1,8 Prozent.

Kontakt
Karin Stalzer
Pressesprecherin
Volvo Car Austria GmbH
Tel.: +43 (0) 1 70128-0
Handy: +43 (0)1-701 28 1050
karin.stalzer@volvocars.com
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